Ursachen

Wenn eine Sucht erkannt wird, stellt sich immer auch die Frage nach dem Warum. Viele Betroffene begreifen selbst nicht, wie sie in diese Spirale gelangen konnten. Eine Substanz oder ein Verhalten mit Suchtpotential führt nicht automatisch zu einer Abhängigkeite, auch weitere Faktoren spielen eine wichtige Rolle.

Soziales Umfeld und Gesellschaft

Hohe Erwartungen des Umfeldes, Gruppendruck, Suchtprobleme von Familienangehörigen, emotionale Belastungen, Leistungsorientierung u.a.

Gewisse personenbezogenen Merkmale

  • Schwaches Selbstbewusstsein
  • Problemverdrängung bzw. fehlendes Problemlöseverhalten
  • Niedrige Frustrationstoleranz
  • Mangelnde soziale Kompetenzen
  • Geringe Konfliktfähigkeit
  • Genetische Veranlagung
  • Unangepasster Umgang mit Gefühlen wie Langeweile, Einsamkeit, Enttäuschung
  • Überforderung mit der eigenen Lebenssituation u.a.

Menschen mit einer psychischen Erkankung

Besonders anfällig für Suchterkrankungen sind auch Menschen mit einer psychischen Erkrankung (Menschen mit Depressionen, Ängsten und traumatischen Erlebnissen in der Vergangenheit u.a.). Das Suchtmittel kann in solchen Fällen zur Selbstmedikation dienen.

Verfügbarkeit von Suchtmitteln

Je tiefer der Preis und je einfacher die Beschaffungsmöglichkeit des Suchtmittels, desto mehr Menschen konsumieren es. Wie dies bei Alkohol, Tabak und bestimmten Medikamenten der Fall ist.

Akzeptanz der Substanz

Dies beinhaltet die Akzeptanz verschiedenster Substanzen. Z.B. sind die Verordnungsgewohnheiten der Ärzte von Beruhigungsmitteln gesellschaftlich anerkannt. Dies kann die Entstehung einer Medikamentenabhängigkeit begünstigen.

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