Projekte

Die Projektarbeit ist eine wichtige Aufgabe der Abteilung Sucht. Aktuell Projekte sind der Ersatzneubau der Kontakt- und Anlaufstelle am Riehenring 200 sowie das Projekt zum kontrollierten Cannabisverkauf in Basler Apotheken.

Ersatzneubau der Kontakt- Anlaufstelle Wiesenkreisel am Riehenring 200

Die K+A sind seit über 20 Jahren eine Stütze für Menschen mit einer Abhängigkeit von illegalen Substanzen. Sie bieten Menschen mit einer Drogenabhängigkeit Unterstützung, Beratung und medizinische Versorgung. Ebenfalls ermöglichen die K+A eine Entlastung des öffentlichen Raums vor den unerwünschten Begleiterscheinungen der Drogenproblematik.

Aktuell werden im Kanton Basel-Stadt zwei Kontakt- und Anlaufstellen (K+A) an den Standorten Wiesenkreisel und Dreispitz betrieben. Am Standort Wiesenkreisel erfolgt der Betrieb der K+A in einem Containerbau, der mittlerweile über 10 Jahre alt ist. Die Räumlichkeiten sind für den Betrieb zu eng und zeigen diverse bauliche und infrastrukturelle Mängel. Im Rahmen des Investitionsprogramms wurde vom Regierungsrat deshalb die Sanierung der K+A Wiesenkreisel bewilligt. Im Herbst 2018 wird voraussichtlich mit dem Ersatzneubau begonnen. Die Inbetriebnahme ist im Frühling 2019 geplant.

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Kontrollierter Cannabisverkauf in Basler Apotheken

Der Kanton Basel-Stadt beabsichtigt ein Forschungsprojekt zur regulierten Cannabisabgabe durchzuführen. Vergleichbare Projekte sind in den Städten Bern und Zürich und dem Kanton Genf geplant. In Basel-Stadt stehen dabei Erwachsene im Fokus, die Cannabis im Sinne einer Selbstmedikation konsumieren wie z.B. um besser schlafen zu können oder sich weniger nervös zu fühlen. Die Studienteilnehmenden können Cannabis in ausgewählten Apotheken legal kaufen, sofern sie gewisse Kriterien erfüllen. Das Ziel dieses Projektes ist es zu untersuchen, ob das Angebot Cannabis kontrolliert in Apotheken zu kaufen, in Anspruch genommen wird. Zudem wird untersucht, ob sich das Konsumverhalten der Studienteilnehmenden verändert.

Mit der Ausarbeitung dieses Forschungsprojektes wurden die Universitären Psychiatrischen Kliniken (UPK) Basel sowie die Clinical Trial Unit der Universität Basel beauftragt. Das Projekt ist für drei Jahre geplant.

Nach der Ablehnung der Berner Cannabisstudie durch das Bundesamt für Gesundheit (BAG) von Mitte November 2017 verzichtet das Gesundheitsdepartement Basel-Stadt zum jetzigen Zeitpunkt darauf, sein Projekt beim BAG einzugeben. Das Gesundheitsdepartement unterstützt stattdessen den politischen Prozess für eine rasche Schaffung eines „Experimentierartikels“, der die rechtliche Basis legen würde.