Behandlung

Bei der Behandlung einer Medikamentenabhängigkeit hat sich die sogenannte Therapiekette - Motivation, Beratung, Entzug, Entwöhnung, Nachsorge - bewährt.

Ein Konsumproblem ist immer mit Leid verbunden. Oft ist es aber nicht einfach alleine herauszufinden, ob ein Konsumproblem oder vielleicht sogar eine Abhängigkeit vorliegt. Zögern Sie nicht und wenden Sie sich an eine Fachperson.

Die Behandlung einer Medikamentenabhängigkeit kann in verschiedene aufeinander folgende Elemente beschrieben werden. Bei einem Missbrauch werden je nach Bedarf Elemente davon individuell zusammengestellt.

Motivation

Da die meisten Betroffenen gerade im Frühstadium über wenig Veränderungsbereitschaft verfügen, sind motivierende Gespräche zur Aufnahme einer Behandlung sehr wichtig. Diese Gespräche können sowohl von Fachpersonen (z.B. Hausarzt) als auch von nahestehenden Personen (z.B. Lebenspartner, erwachsene Kinder) oder dem näheren Umfeld (z.B. Arbeitgeber, Nachbar) geführt werden.

Beratung

Informations- und Beratungsgespräche beim Hausarzt oder einer Suchtberatungsstelle. Beratungsstellen bieten Ihnen Unterstützung und stehen Ihnen mit Rat und Tat zur Seite und informieren Sie auch über weitere Möglichkeiten der Hilfe.

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Entzug

Besteht eine Abhängigkeit sollte das Medikament langsam und ausschleichend abgesetzt werden. Dies kann ambulant oder stationär erfolgen. Dabei auftretende Entzugserscheinungen können durch Medikamente gelindert werden.

Ambulante Entzüge brauchen Zeit (Reduktion über mehrere Wochen oder Monate) und Ausdauer. Unterstützung von Angehörigen, Freunden und Fachpersonen sind eine wertvolle Hilfe in dieser Zeit.

Stationäre Entzüge dauern weniger lang, da die Medikamente schneller reduziert und die Behandlung intensiver gestaltet werden kann.

Entwöhnung

Hier lernen die Betroffenen, wie man den Erfolg der Medikamentenfreiheit nachhaltig absichert.

Nachsorge

Sie dient der Stabilisierung und Sicherung der Abstinenz und der Unterstützung beim Wiedereinstieg in den Alltag.

Beratungsstellen unterstützen Sie auf Ihrem Weg

Suchtberatungsstellen unterstützen Sie bei Ihren persönlichen Problemen. Sie erfahren dort Verständnis und Anteilnahme. Die Beratungsstellen arbeiten streng vertraulich und geben keine Informationen an Dritte weiter.

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Gruppenangebote

Einen Weg Medikamentenprobleme zu überwinden, ist die Teilnahme an einem Gruppenangebot. Dort finden Sie Verständnis für Ihre Situation und Unterstützung für Ihre Probleme. Dies muss nicht ausschliesslich die Teilnahme an einer Gruppe zu Medikamentenabhängigkeit selbst sein, sondern Sie können auch ein Gruppenangebot besuchen, die Themen wie Ängstlichkeit, Schlaflosigkeit, Trauer, Alter etc. beinhalten, welche mit der Abhängigkeit in Verbindung stehen. Es ist selbstverständlich, dass das Gesagte in der Gruppe vertraulich bleibt.

Derzeit besteht in Basel kein Gruppenangebot ausschliesslich für medikamentenabhängige Personen. Vielleicht haben Sie aber Interesse eine solche aufzubauen. Eine konkrete Hilfestellung kann Ihnen dabei die Broschüre „Nicht mehr alles schlucken“ und der direkte Kontakt mit dem Zentrum für Selbsthilfe bieten.

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