Was ist Kokain?

Kokain, in der Szene auch Koka, Koks oder „Schnee“ genannt, ist eine illegale Droge und wird aus den Blättern des Koka-Strauches gewonnen. Die Blätter enthalten etwa 1% Kokain, aber auch andere Alkaloide. Durch einen chemischen Prozess wird daraus Kokainhydrochlorid gewonnen, das als weisses oder gelbliches, kristallines Pulver bekannt ist.

Kokain gehört zu den Stimulanzien, also zu jener Gruppe von Drogen, die eine aufputschende und leistungssteigernde Wirkung haben.

Vorsicht geboten: Streckmittel und Gefahr der Überdosierung

Das illegal auf dem Schwarzmark erhältliche Kokain wird in der Regel als weisses, feinkristallines Pulver in Briefchen verkauft. Nach Herstellung aus den Kokablättern ist das Kokainpulver noch zu 80 - 90% rein. Durch das Weiterverkaufen in der Dealerkette ist das Strassenkokain in unserer Region aber oft nur noch zu 10 – 30% rein; den Rest des weissen Pulvers machen Streckmittel aus, die für sich alleine bereits stark gesundheitsgefährdend sein können. Je nach Marktangebot ist Kokain aber auch – wenn auch selten – in deutlich höherer Konzentrationen bis 60% erhältlich. Da der Reinheitsgrad des Kokains weder von Auge oder mit der Zunge korrekt eingeschätzt werden kann, besteht bei solch „hochwertigem“ Kokain stets eine Gefahr für Überdosierungen.

Die heilige Pflanze der Inka

Die Blätter des Kokastrauchs, die „heilige Pflanze“ der Inka, werden noch heute von den Anden-Indios zur Unterdrückung des Hungergefühls sowie zur Steigerung der Ausdauer und der Arbeitskraft gekaut oder als Teeaufguss getrunken. Neuere Erkenntnisse weisen allerdings darauf hin, dass diese Kaumischung kaum stimulierende Alkaloide sondern eher Substanzen freisetzt, die das Sauerstoffdefizit in grossen Höhen und den Glukosespiegel regulieren. Durch das Kauen von Kokablättern ist es nicht möglich, eine psychoaktive Dosis Kokain zu absorbieren.