Nachweisbarkeit von Kokainkonsum

Wie lange der Konsum einer Substanz nachweisbar ist, hängt von mehreren Faktoren ab.

  • Individuelle Merkmale der Konsumierenden (Körpergewicht, körperliche Verfassung Reinheitsgrad etc.)
  • Häufigkeit des Konsums
  • Konsumform (geschnupft, geraucht, gespritzt)
  • Sensibilität der Untersuchungsmethode.

Zudem spielt es eine Rolle, ob die aktive Wirksubstanz oder ihre Abbauprodukte (Metaboliten) nachgewiesen werden sollen. So ist bei Verstössen gegen das Strassenverkehrsgesetz der Nachweis der aktiven Wirksubstanz nötig. Wenn es darum geht zu klären, ob jemand Drogen konsumiert hat reicht in der Regel der Nachweis von Abbauprodukten.

Nachweisbarkeit im Blut und im Urin

In Reinform wird Kokain relativ rasch im Körper verstoffwechselt (metabolisiert) und je nach Einnahmeart innerhalb von ein bis drei Tagen über die Nieren ausgeschieden. Entsprechend lange lassen sich die verstoffwechselten Kokainabbauprodukte im Blut nachweisen.

Im Urin ist das Abbauprodukt von Kokain (Benzoylekgonin) sehr unterschiedlich lange, oft aber bis zu 3 Tagen nachweisbar. Bei häufigem Konsum hoher Dosen ist der Nachweis jedoch auch noch einige Tage später möglich.

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