Wie wirkt Cannabis?

Die schmale Grenze von angenehmen zu unangenehmen Wirkungen

Cannabis enthält rund 400 Inhaltsstoffe, der wichtigste psychoaktive (d.h. „auf die Psyche einflussnehmend“) Stoff ist das Delta-9-Tetrahydro-cannabinol (THC). Die Konzentration des im Haschisch oder Marihuana enthaltenen Wirkstoffs THC variiert je nach Produkt. Der durchschnittliche THC-Gehalt ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Neue gezüchtete Pflanzensorten enthalten bis zu 25% THC.

Der Konsum von Cannabis kann Auswirkungen auf folgende Bereiche haben:

  • Denken
  • Gedächtnis
  • Wahrnehmung
  • Kommunikation
  • Fühlen
  • Körpererleben

Welche Bereiche besonders betroffen sind unterscheidet sich von Person zu Person.

Der Wirkstoff von Cannabisprodukten führt allgemein vor allem zu Stimmungsveränderungen, wobei die Wirkung sehr unterschiedlich sein kann und von verschiedenen Faktoren abhängt. Berichtet werden „angenehme“ und „unangenehme“ Wirkungen.

nach oben

Zu den als angenehm erlebten Wirkungen zählen:

  • Eine Anhebung der Stimmung
  • Spass
  • Ein Gefühl der Entspannung
  • Ein Gefühl des Wohlbefindens oder der Ausgeglichenheit
  • Eine erhöhte Gesprächigkeit und bessere Kontaktfähigkeit
  • Eine Steigerung des Wahrnehmungsvermögens für Farben und Musik

Zu den Wirkungen, die als unangenehm erlebt werden, zählen:

  • Eine niedergedrückte Stimmung
  • Unruhe und Angst
  • Orientierungsverlust
  • Konzentrations- und Gedächtnisstörungen
  • Passivität und Teilnahmslosigkeit
  • Panikreaktionen (aufgrund der Wirkung)
  • Verwirrtheit mit Verfolgungsphantasien
  • Sinnestäuschungen

nach oben

Faktoren, die bei der Wirkungsentfaltung von Cannabis eine Rolle spielen

  • Die Konsumart: Verzögertes Einsetzen der Wirkung wenn Cannabis gegessen oder getrunken wird im Vergleich dazu, wenn es geraucht wird.
  • Die aufgenommene Wirkstoffmenge, also der THC Gehalt: Dieser kann in Marihuana oder Haschisch stark schwanken und dadurch zu verschiedenen Wirkungen führen.
  • Die Konsumsituation: Gewisse Situationen begünstigen den Konsum und das Rauscherleben. So wird man eher in der Nacht an einer Party mit Freunden an einem Joint ziehen und vielleicht auch mehr Lust auf Cannabis haben als wenn man mit Kollegen Fussball spielt.
  • Die Grundstimmung und die Persönlichkeit des Konsumierenden: Cannabis hat nicht nur eine Wirkung und erst recht kann man diese nicht vorhersagen.

nach oben

Es ist wichtig zu wissen...

  • dass man nie mit Sicherheit voraussagen kann, welche Person wie auf den Konsum von Cannabis reagiert. Es kann sein, dass man mit der Absicht konsumiert, um eine angenehme Wirkung zu erleben, es jedoch zu einer unangenehmen Wirkung kommt. Es gibt keine Garantie, dass die „angenehme“ Wirkung eintritt!
  • dass Cannabis Zustände wie Ängstlichkeit oder Bedrücktheit und psychische Probleme verstärkt. Deshalb sollte in diesen Fällen unbedingt kein Cannabis konsumiert werden - dieser stellt keineswegs einen Ausweg aus den Problemen dar.
     

nach oben