Wann ist jemand cannabisabhängig?

Nach der Weltgesundheitsorganisation wird eine Cannabisabhängigkeit diagnostiziert, wenn während der letzten 12 Monate mindestens drei der nachfolgend aufgeführten sechs Kriterien gleichzeitig vorhanden waren.

  1. Es besteht ein starker Wunsch oder eine Art Zwang, Cannabis zu konsumieren.
  2. Es besteht eine verminderte Kontrollfähigkeit bezüglich des Beginns, der Beendigung und der Menge des Konsums.
  3. Das Auftreten von körperlichen Entzugssymptomen, wenn der Konsum beendet oder reduziert wird.
  4. Es kann eine Toleranzentwicklung nachgewiesen werden, d.h. es sind zunehmend höhere Dosen erforderlich, um die gleiche Wirkungen hervorzurufen, die zuvor durch niedrigere Dosen erreicht wurde.
  5. Andere Vergnügungen oder Interessen werden zugunsten des Substanzkonsums zunehmend vernachlässigt. Es entwickelt sich ein erhöhter Zeitaufwand, um die Substanz zu beschaffen, zu konsumieren oder sich von den Folgen zu erholen.
  6. Der Cannabiskonsum wird trotz nachweisbarer eindeutiger schädlicher körperlicher, sozialer oder psychischer Folgen fortgesetzt.

Checkliste: Warnzeichen die auf einen möglichen problematischen Cannabiskonsum hinweisen

  • Einschränkung der kognitiven Fähigkeiten: z.B. anhaltende Konzentrationsstörungen, Aufmerksamkeitsdefizite, Vergesslichkeit, Lernstörungen
  • Abfall der Leistungsfähigkeit
  • Motorische Beeinträchtigungen: z.B. Koordinationsstörungen
  • Psychomotorische Verlangsamung
  • Angstzustände, Panikattacken
  • Depressive Symptomatik
  • Psychotisches Erleben (Halluzinationen)
  • Verlangsamtes Zeiterleben
  • Appetit- und Libidosteigerung
  • Bauch- und Kopfschmerzen, rote Blutgefässe in der Bindehaut, Mundtrockenheit
  • Beschleunigter Puls/Herzrasen
  • Fehlen in der Schule/am Arbeitsplatz
  • Reduzierte soziale Kontakte, Rückzug und/oder ausschliesslich Kontakte mit Gleichgesinnten
  • Verändertes Freizeitverhalten und Aufgabe von bestehenden Freizeitaktivitäten
  • Probleme mit dem Gesetz

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